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Da biste
VOLKERS WELT
Sonnabend, 24. Dezember 2010
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PLATT...
>> Von der Sintflut handelte unsere vergangene Quizfrage. Wie viele Menschen haben damals überlebt? Die Antwort steht im 1. Buch Mose, Vers 13: ,,An eben diesem Tage ging Noah in die Arche mit Sem, Ham und Jafet, seinen Söhnen, und mit seiner Frau und den drei Frauen seiner Söhne." Das addiert sich also auf insgesamt acht Personen. ,,Acht" war also richtig
Die 50 Euro hat gewonnen: Irmhild Plate aus Bergedorf
WUNDER
Gott würfelt nicht. Oder doch?
Eine der Begebenheiten, die einen besonderen Platz in der Geschichte des Jahres 2009 einnehmen, ist das ,,Wunder von Melbourne". Es geschah am Vormittag des 16. Oktober 2009 auf dem VorortBahnhof Ashburton. Eine junge Mutter war mit ihrem sechs Monate alten Sohn unterwegs. Auf dem Bahnsteig hing sie für einen Augenblick ihren Gedanken nach und verlor dabei den Kinderwagen aus den Augen. Da der Bahnsteig leicht abschüssig war und die Frau vergessen hatte, die Bremse anzuziehen, machte sich die dreirädrige Karre plötzlich selbstständig und rollte vor den eintreffenden Zug. Der 250 Tonnen schwere Koloss schleifte das Kind mehr als 30 Meter weit mit sich, bevor er zum Stehen kam. Als der Kinderwagen geborgen wurde, wich das Entsetzen der Erleichterung. Das Baby hatte den Unfall, von ein paar Schnittwunden im Gesicht abgesehen, unbeschadet überstanden. Noch bevor die Sanitäter eintrafen, so berichtete die Zeitung ,,The Herald Sun", konnte die überglückliche Mutter ihr Kind wieder in die Arme schließen. Hätte ein Autor eine solche Begebenheit in einem Roman beschrieben, so wäre sein Manuskript höchstwahrscheinlich vom Verlag mit dem Vermerk ,,zu unrealistisch" zurückgeschickt worden. Wir beurteilen Sachverhalte auf der Basis unserer Erfahrungen. Was wir als gesicherte Erkenntnisse betrachten, sind Erfahrungen, die von vielen Menschen in gleicher Weise geteilt werden. Doch mitunter gibt es Vorgänge, für die wir keine Erklärung haben, weil sie sich diesem System entziehen oder unseren Erfahrungen sogar zu widersprechen scheinen. Diese Ereignisse nennen wir dann ,,Wunder". Es liegt jedoch in der Natur des Menschen, solche Wunder zu hinterfragen und nach Erklärungen für etwas eigentlich Unerklärliches zu suchen. Das ist auch in der Berichterstattung über das
Die Weisen aus dem Morgenland
>> Im Lukas-Evangelium, 2. Kapitel, Vers 1 bis 12, ist die Geschichte der drei Weisen aus dem Morgenland verzeichnet, die den neugeborenen Jesus in der Krippe finden und ihm Weihrauch, Myrrhe und Gold darbringen. Doch was ist das eigentlich, Myrrhe und Weihrauch?
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DIE MACHT DES ZUFALLS: Ob die Unwägbarkeiten des Lebens erklärlich sind, darum streiten die Wissenschaftler. ,,Wunder von Melbourne" zu beobachten gewesen. So berichten die Zeitungen einhellig, das Baby haben den Sturz vor den Zug nur deshalb überlebt, weil es im Kinderwagen festgeschnallt war. Eine Erklärung für den glücklichen Ausgang des Unfalls ist das nicht. Würde man von einem Physiker verlangen, Winkel und Geschwindigkeit für einen solchen Fall zu berechnen, damit ein Kind einen Zusammenstoß mit einem Zug unbeschadet übersteht, müsste er zwangsläufig scheitern. Und doch gab es in der Geschichte der Wissenschaft stets Forscher, die mit Nachdruck behaupteten, dass es so etwas wie glückliche Zufälle nicht gebe, sondern dass alles auf der Welt durch Naturgesetze erklärbar sei. Demnach wäre das Rätseln über Wunder nichts anderes als ein Mangel an Wissen. Der bekannteste Vertreter dieser so genannten ,,Deterministen" war Albert Einstein. ,,Gott würfelt nicht", hielt er seinen wissenschaftlichen Kontrahenten 1925 entgegen. Alles sei vorherbestimmt. Die Ursache für diese Geisteshaltung Einsteins sieht sein Biograph Jürgen Neffe in dessen Orientierung an Isaac Newton. ,,Zwischen den zwei zentralen Figuren der neuzeitlichen und modernen Physik gibt es interessante Parallelen", schreibt Neffe, ,,beide wollen himmlisches und irdisches Geschehen zusammenbringen und das Werk des Schöpfers verstehen. Einstein sagte kurz vor seinem Tod: ,Am Anfang schuf Gott Newtons Bewegungsgesetze samt den notwendigen Massen und Kräften. Das ist alles.'" Die reine Orientierung an Naturgesetzen steht in Konkurrenz zum christlichen Weltbild. Die Vorstellung, dass Gott unser aller Geschicke lenkt, wird gerade zur Weihnachtszeit von vielen Menschen besonders intensiv empfunden oder wenn sie sich mit einem ,,Wunder" konfrontiert sehen. ,,Gott bohrte mit", titelte die Bild-Zeitung im November 1963 nach dem ,,Wunder von Lengede". Elf Bergleute waren damals 14 Tage nach einem Grubenunglück aus einer Tiefe von 79 Metern gerettet worden, weil eine Probebohrung zufällig genau den Hohlraum getroffen hatte, in dem die Grubenarbeiter ausharr-
Foto: Fotolia
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>> Bei uns sind sie eher eine Mahlzeit für Leidensfähige, in Frankreich ein Nationalgericht. Rund 500 Millionen Schnecken vertilgen die Franzosen pro Jahr. Das ermittelte die Zeitschrift ,,Neon". Schnecken sind ein Wunder der Natur. Ihre Unterseite besteht aus einem Kopffuß, unter der Schale verbirgt sich der Eingeweidesack, der alles enthält, was ein Säugetier ausmacht wie Magen, Leber, Nieren oder Lunge.
ten und durch Klopfzeichen auf sich aufmerksam machten. Doch gibt es Gott überhaupt, oder ist das Weltgeschehen nichts anderes als eine Abfolge von willkürlichen Zufällen, die mal einen glücklichen, mal einen unglücklichen Ausgang nehmen? Ein Stück Metall, das achtlos auf dem Pariser Flughafen herumlag, führte am 25. Juli 2000 durch eine denkbar unwahrscheinliche Kettenreaktion zum Absturz der Concorde, bei dem 113 Menschen starben. ,,Eine Welt, in der solche Dinge ohne Absicht geschehen, erscheint unerbittlich und absurd", sagt Stefan Klein, Autor des Buches ,,Alles Zufall. Die Kraft, die unser Leben bestimmt". Genau das dürfte der beste Grund dafür sein, an Gott zu glauben.
Redensart:
>> Himmelhoch jauchzend ist ein Ausdruck größter Freude. Da fällt einem spontan die Wendung ,,himmelhoch jauchzend zu Tode betrübt" ein. Sie stammt von Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), der sie im dritten Akt, zweite Szene seines Dramas ,,Egmont" verwendet hat. Heutzutage wird sie vor allem in Bezug auf Verliebte gebraucht, deren anfängliche Begeisterung sich manchmal aus nichtigem Anlass in Depression verwandelt.
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Was BEDEUTET eigentlich - Frage: BISKUIT?
Biskuit ursprünglich einmal war. Das Wort, das sich aus dem lateinischen ,,bis coctus" (,,zweimal gebacken") ableitet und über das Französische Eingang in die deutsche Sprache gefunden hat, war bis ins 17. Jahrhundert eine Bezeichnung für Schiffszwieback, der auf den langen Reisen gut haltbar sein musste und deshalb vorher in Scheiben geschnitten und ein zweites Mal gebacken wurde, bis er knallhart war. Seit dem 17. Jahrhundert war das Vermischen des ZwiebackTeigs mit Nüssen, Wein oder Zucker üblich. Außerdem entdeckte man die Möglichkeit, Eiweiß und Eigelb zu trennen und einzeln zu verwenden. Das war die Grundlage für die Entwicklung vom harten Zwieback zum weichen Gebäck.
Koblenz ist römisch!
Richtig oder falsch?
Koblenz ist im Jahr 2011 Schauplatz der Bundesgartenschau, die übrigens zum ersten Mal in Rheinland-Pfalz zu sehen ist. Tausende von Touristen werden daher in die Stadt an Rhein und Mosel pilgern. Was sie oft nicht ahnen: Sie befinden sich in einer der ältesten Städte Deutschlands. Bereits im 8. Jahr vor Christi Geburt wurde Koblenz von den Römern gegründet. Zwar hatte es bereits seit der Steinzeit in dieser Gegend Siedlungen gegeben, die Römer jedoch waren die ersten, die eine befestigte Stadt errichteten. Sie tauften sie ,,Confluentes" (,,das Zusammenfließen") nach dem heute ,,deutsches Eck" genannten Punkt, an dem Rhein und Mosel zusammenfließen. Bis 1926 wurde Koblenz daher offiziell ,,Coblenz" geschrieben.
Gerade zur Weihnachtszeit werden besonders gerne Kuchen, Kekse und Plätzchen gebacken. Ein unverzichtbarer Grundstoff dabei ist die Biskuitmasse. Zusammen mit Eiweiß, Eigelb, Zucker und Mehl ergibt sie die Zutaten für leichtes Gebäck. Vielleicht würde manchem allerdings der Appetit vergehen, wenn er wüsste, was der