16
Wie heißt diese Pfanne?
MATTHIAS' WELT
Sonnabend, 6. Oktober 2007
Sagen Sie mir Ihre Meinung: Bergedorfer Zeitung | Matthias' Welt | Curslacker Neuer Deich 50 | 21029 HH oder per Mail: matthias@bergedorfer-zeitung.de
>> Die hohe, durchgehend gewölbte Pfanne ist aus der südasiatischen Küche nicht wegzudenken. Und auch in Deutschland findet diese Art des Kochens immer mehr Anhänger. Die starke Hitze konzentriert sich auf das Zentrum. Nach kurzem, kräftigem Anbraten werden die Zutaten an den inneren Rand gezogen, um dort bei milderer Hitze nachzuziehen. Für europäische Elektroherde gibt es extra unten abgeflachte Pfannen.
Scharfer Blick in Form
Der derzeit prominenteste NeuBrillenträger ist Günther Jauch. Die zwei Gläser vor seinen Augen veranlassten zahllose Medien dazu, den Moderator als autoritären Oberstudienrat zu le kann zum gnadenlosen Brennspiegel für strenge Blicke werden. Und im Bedarfsfall wird sie in der Hand des Trägers zum schneidenden Gesten-Schwert." Und das ,,Kuratorium Gutes Sehen" rührte prompt die Werbetrommel für rahmenlose Gestelle: ,,Voll im Trend liegt die Brille von Günther Jauch: Weg vom rechtwinkligen High-Tech-Minimalismus der Vergangenheit, dafür elegante Linienführung mit kräftiger Nasenauflage und Bügeln, die Platz lassen für dezente Farbspiele." An Jauch lässt sich exemplarisch der Umgang mit der Brille ablesen. Zum ersten akzentuiert die Brille angeblich bestimmte Aspekte seiner Persönlichkeit. Jauchs Image als Oberlehrer der Nation erhält Nahrung. Zum zweiten harmoniert die unauffällige Randlose bestens mit den eher biederen, nicht so recht sitzenden Anzügen. Sie unterstreicht seine modische Unvollkommenheit ebenso wie seine Intelligenz. Nirgends wurde erwähnt, dass hier jemand ganz einfach einer Sehhilfe bedurfte, da er mit seinen 51 Jahren alterssichtig geworden ist. Der Fernsehmann reiht sich nur in die Mehrheit ein. 64 Prozent der Erwachsenen (ab 16 Jahre) in Deutschland, rund 41 Millionen Menschen, tragen eine Brille. Seit der ersten Erhebung im Jahre 1952, als erst 43 Prozent eine Brille trugen, ist der Anteil der Brillenträger in allen Altersgruppen kontinuierlich gestiegen weit überdurchschnittlich in den jüngeren Altersgruppen. So waren 1952 erst 13 Prozent der 18- bis 29Jährigen Brillenträger, heute tragen 29 Prozent in dieser Altersgruppe ständig oder gelegentlich eine Brille. 60-Jährige und Ältere waren schon 1952 zu 88 Prozent Brillenträger, jetzt zu 94 Prozent. Und es könnten noch mehr sein. Man schätzt, dass 30 Prozent der Frauen und Männer, deren scharfer Blick getrübt ist, sich hartnäckig sträuben, eine Brille zu tragen. Sie haben Angst, weniger attraktiv zu sein, erinnern sich an den alten Spruch ,,Mein letzter Wille, Mann/Frau mit Brille" oder an Hollywoodstars, die scheinbar nie eine Sehhilfe benötigen. Dabei hat sich die Brille längst zum Stilmittel gemausert, auch wenn es fraglich ist, ob sie sich tatsächlich ,,ganz bewusst zur Darstellung der eigenen Persönlichkeit einsetzen lässt", wie die Werbung suggeriert. Heute sind 91 Prozent der Brillenträger und auch 81 Prozent der Nicht-Brillenträger davon überzeugt, dass es ,,für jeden die zu ihm passende Brille gibt". Dieser Wandel zeigt die Brille als ein exemplarisches Stück Gesellschaftsgeschichte. Jahrhundertelang waren Brillenträger ausschließlich Gebildete. Mit den zwei Gläsern auf der Nase wurde Intelligenz assoziiert. Heute ist die Brille aufgrund der rapiden Veränderung der Sehgewohnheiten ein Massenphänomen. Beim Autofahren wie beim Fernsehen DAS AUGE IST EIN KOMPLEXES OPTISCHES SYSTEM. Ähnlich wie bei einer Kamera entsteht ein umgekehrtes scharfes Abbild der Umwelt auf der Netzhaut. Bei der Kurzsichtigkeit (Bild oben) treffen sich parallele Lichtstrahlen nicht mehr auf der Netzhaut, sondern davor. Das kurzsichtige Auge ist im Verhältnis zu seiner Brechkraft zu lang. Im Nahbereich kann das Auge zwar noch scharf stellen, aber bereits wenige Meter entfernt kann es nicht mehr ausreichend korrigieren. Weitsichtige haben dagegen Probleme beim Lesen. Bei ihnen reicht die Brechkraft von Augenlinse und Hornhaut nicht aus, um ein scharfes Nahbild auf die Netzhaut zu werfen (Bild unten). Der das Auge umgebende Muskel ist ständig angespannt, um die Wölbung der Augenlinse zu verstärken. So erhöht sich zwar die Brechkraft, aber der Effekt reicht nur für scharfe Bilder von entfernten Objekten. Die Überanstrengung provoziert auf Dauer Augenund Kopfschmerzen. benötigt man einen scharfen Tätigkeit, die das Auge zu stunBlick. An der Spitze der Verände- denlanger Nahsicht zwingt wie rung rangiert der Computer. In eben am Computer. allen Altersgruppen lässt sich nachweisen, >> Die INFO dass am Bildschirm ersten BrilTätige häufiger eine len entstanBrille gegen Kurzsichden vertigkeit benötigen. In mutlich im allen Industrienatio13. Jahrnen ist die Zahl der hundert in Kurzsichtigen rapide italienischen Klöstern. Die Mönche waren angestiegen. vorwiegend damit beschäftigt, SchriftEin Vergleich: Unstücke zu lesen und zu kopieren. Litten sie ter Amazonasindiaunter Alterssichtigkeit, waren sie meist zur nern leben nur fünf Untätigkeit verdammt. Als erste Sehhilfen Prozent Kurzsichtige. kamen um das Jahr 1200 sogenannte ,,LeDagegen hat sich die sesteine" in Gebrauch. Diese Halbkugeln Zahl der Kurzsichtiwurden zur Vergrößerung der Buchstaben gen zum Beispiel in direkt auf die Schrift gelegt. Als Material Skandinavien zwidiente meist Bergkristall oder der Halbschen 1968 und 2000 edelstein Beryll. Eine aus Beryll geschliffeverdreifacht. ne Linse wurde ,,Brill" genannt, zwei solFrüher vermutete che gefasste Linsen bekamen den Plural man die Ursache da,,Brille". Die Lesesteine der Mönche wurfür meist in der Geneden zur bequemeren Handhabung bald bitik. Heute weiß man, konvex geschliffen, eingefasst und direkt dass sie von den Levor das Auge gehalten, um das Gesichtsbensumständen abfeld zu vergrößern. Seit dem 16. Jahrhunhängt. Der größte Ridert lassen sich auch Brillen mit konkaven sikofaktor für KurzLinsen gegen Kurzsichtigkeit nachweisen. sichtigkeit ist jede
BRILLEN
Kennen Sie die Lösung? Gewinnen Sie 50,- Euro:
Rufen Sie bis zum 7. Oktober, 24 Uhr, an und nennen Sie uns die richtige Lösung. Der Gewinner wird ausgelost und benachrichtigt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
*(Computel, 50 Cent /Anruf aus dem dt. Festnetz)
01378 98 20 04*
Die Lösung vom 29.09. lautete ,,Seide". Die 50 Euro hat Helga Kowalski aus Warwisch gewonnen.
Redensart:
>> Jemandem ein X für ein U vormachen: Im lateinischen Alphabet steht der Buchstabe V auch für den Laut U, zum Beispiel in CIRCVS. Gleichzeitig ist ein V das Zeichen für die römische Zahl 5, ein X für die Zahl 10. Ein V lässt sich durch Verlängerung der Striche nach unten zum X umschreiben. Mit diesem simplen Trick ließen sich noch bis ins Mittelalter Rechnungen und Schuldscheine manipulieren.
>> Träume sind Schäume, heißt es im Volksmund. Eine Studie der ,,Stiftung für Zukunftsfragen" hat jetzt ergeben, dass etwa 80 Prozent der Berufstätigen davon träumen, im Alter viel und weit zu reisen. Die Gegenwart sieht allerdings ganz anders aus. Etwa 70 Prozent der jetzigen Rentner bleiben zu Hause. Ursache dafür ist nicht der Mangel an Geld, sondern Trägheit. Wichtig für die heutige Rentnergeneration sind Familie, Freundschaft und soziales Engagement.
80 %
!
charakterisieren. So schrieb die Süddeutsche Zeitung: ,,Sie ist randlos und fällt auf den ersten Blick gar nicht auf. Doch die Bril-
Tipp:
>> Den meisten Wohnungen fehlt ein kühler Keller für die Lagerung von Äpfeln. Eine Alternative sind Plastiktüten. Sie verhindern das Austrocknen der Äpfel und reichern gleichzeitig das von den Früchten ausgeatmete Kohlendioxid an. Dadurch entsteht eine sauerstoffarme Atmosphäre, die Reifungs- und Alterungsprozesse verlangsamt. In Beuteln verpackte Äpfel sollten in einem kühlen, möglichst dunklen Raum lagern, der Beutel gelegentlich mit Nadelstichen entlüftet werden.
W" "
Die
Warum klebt die SPINNE nicht am - Frage: eigenen NETZ?
eine klebende Flüssigkeit auf. Die behandelten Fäden sind sehr viel elastischer als der restliche Teil des Netzes. Sie reißen nicht gleich, wenn ein Insekt mit einer ,,hohen" Geschwindigkeit ins Netz fliegt. Hat sich nun eine Fliege darin verfangen, bewegt sich die Spinne schnell über die Radialfäden auf ihr Opfer zu und spinnt es bis zum endgültigen Verzehr ein. Und muss sie sich doch einmal über die Klebefäden bewegen, so bleibt sie aufgrund der eingeölten Borsten an ihren Füßen so gut wie kaum haften. Nach wenigen Tagen lässt die Klebkraft des Netzes so sehr nach, dass ein neues gesponnen werden muss. Dann frisst die Spinne das alte auf und baut daraus ein neues Kunstwerk der Natur.
Abgeschreckte Eier lassen sich besser abpulen!
Richtig oder falsch?
Sonntagmorgens, Frühstückszeit. Dazu ein frisch gekochtes Ei. Um die Schale gut abpellen zu können, müssen die Eier sofort nach dem Kochen mit kaltem Wasser abgeschreckt werden, so ein alter Haushaltstipp. Dieser Rat ist jedoch falsch. Das Abschrecken hilft nichts. Entscheidend ist viel mehr das Alter des Eies. Je älter so ein Ei, desto besser lässt es sich abpulen. Bei einem frisch gelegten Ei klebt die Schale fest an dem Eiweiß. Mit der Zeit wandern Wasser und Kohlendioxid aus den etwa 10.000 Schalenporen nach außen, im Gegenzug dringt Luft in das Innere. Bei diesem regen Austausch löst sich die Schale von den Schalenhäutchen. Abschrecken hilft nur bei weich gekochten Eiern, die Gerinnung des Eigelbs zu stoppen.
Ganz einfach: Nicht alle Fäden des Netzes kleben! Die Spinne bewegt sich auf den äußeren Rahmenfäden und den zur Mitte hin verlaufenden Radial- oder Speichenfäden. Eine klebende Wirkung hat nur die sogenannte Fangspirale, die kreisförmig zwischen den Rahmenfäden und dem Netzzentrum verläuft. Hier trägt die Spinne mit einer speziellen Drüse tropfenförmig