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Wie heißt dieser Berg?
MATTHIAS' WELT
Sonnabend, 5. Januar 2008
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>> Der mit 1141 Metern höchste Berg Norddeutschlands ist ein Ort extremer Wetterbedingungen: Auf dem Gipfel, oberhalb der natürlichen Baumgrenze, herrscht durchschnittlich an 306 Tagen im Jahr Nebel, an 176 Tagen liegt Schnee, die höchste gemessene Windgeschwindigkeit betrug 263 km/h. Dieser Sagen umwobene Berg müsste klimatisch gesehen eigentlich in Island stehen, stattdessen ist er im Harz zu finden.
LEBENSERWARTUNG
Reichtum bedingt Gesundheit
Zum Anfang zwei aktuelle Streitpunkte: 1. Privatpatienten werden bei der Organspende bevorzugt. Das Kölner Institut für Gesundheitsökonomie und Klinische Epidemologie prüfte die Daten der 46 deutschen Transplantationszentren und fand Erstaunliches. So stellen Privat- patienten einen Anteil von 10 Prozent auf der Wartliste, hätten 2005 aber 21,5 Prozent der transplantierten Herzen erhalten. Ein ähnliches Bild zeigt sich bei Nieren, Lungen und Lebern. Auffällig sei zudem, dass die Transplantationszentren Privatversicherte ,,überdurchschnittlich oft mit Dringlichkeitsstatus" in die Warteliste eingestuft haben. 2. Die Umstellung auf Ganztagsschulen bringt Hartz-IV-Familien in eine prekäre Situation. Die 2,50 Euro, die ein Schulessen durchschnittlich kostet, entsprechen in etwa dem Betrag, der einem Hartz-IV-Kind für die Mahlzeiten eines ganzen Tages zusteht. Die Folge: Die Kinder werden häufig abgemeldet und dadurch weiter isoliert. Zu Hause essen sie vorwiegend Lebensmittel mit einem günstigen Preis-Mengen-Verhältnis wie Brot, Nudeln, Pommes, billige Streichfette und Wurstwaren. Frisches Obst und Gemüse dagegen, so Studien, kommen bei Familien mit niedrigen Einkommen seltener auf den Tisch. len westlichen Industrienationen. Auch in Deutschland ist die soziale Ungleichheit eines der bedeutendsten gesellschaftlichen Probleme, wie die anhaltenden Debatten um Mindestlöhne und Managergehälter zeigen. Sozialwissenschafler haben die Diskrepanz zwischen Arm und Reich mit neuen Zahlen untermauert. Sie setzten gleich in mehreren Studien die Lebenserwartung in Relation zum Schulabschluss und zur Höhe des Einkommens. Auf eine Formel gebracht: Je niedriger das Ein- kommen und je niedriger die Bildung, desto höher die Wahrscheinlichkeit für Krankheiten und frühen Tod. Männer, die mehr als 4500 Euro im Monat verdienen, haben statistisch eine sieben Jahre längere Rentendauer als Bezieher von Einkommen unter 1500 Euro. Bei Frauen gilt ungefähr das Gleiche. Hinzu kommt, dass doppelt so viele Geringverdiener wie Gutverdiener das Rentenalter gar nicht erreichen, weil sie vorher sterben. Arme Männer leiden häufiger an Schlaganfällen, Bronchitis, Schwindel oder Rückenschmerzen, bei armen Frauen sind Herzinfarkte und Diabetes weiter verbreitet. Männer und Frauen aus der Unterschicht leiden 1,6 Mal häufiger unter Depressionen als Personen der Oberschicht. Die gesundheitlichen Unterschiede zwischen Arm und Reich beginnen nach einer Erhebung des Robert-Koch-Instituts bereits in der Kindheit. Arme Kinder leiden überdurchschnittlich häufig an Essstörungen und Fettleibigkeit. Das hängt nicht nur mit der psychischen Belastungen. ZuErnährung zusammen: Arme Kin- kunftsängste, chronischer Alltagsder spielen weniger im Freien und stress, fehlende Anerkennung im treiben weniger Sport. Fast jedes Berufsleben, mangelndes Selbstdritte Unterschicht-Kind zeigt wertgefühl, geringes öffentliches psychische Auffälligkeiten auf- Ansehen und finanzielle Sorgen drücken auf die Lebenserwargrund von Familienkonflikten. ,,Wie ein ,,roter Faden" zieht tung. Menschen, die mehr als sich eine Stigmatisierung und Be- zwei Jahre arbeitslos sind, haben nachteiligung dieser Kinder statistisch sogar ein vier Mal hödurch das ganze Leben", so der heres Sterberisiko, so eine Studie Sozialwissenschaftler Prof. Dr. der Universität Leipzig. Klaus Hurrelmann. Vor allem das Schulsystem trägt zu einer Verfestigung der Chancenungleichheit bei. Bei gleicher Intelligenz und gleichem Wissensstand hat ein 15 Jahre alter Schüler aus reichem Elternhaus eine viermal so EIN HOHER BILDUNGSABSCHLUSS bedeutet große Chance, das in der Regel auch eine überdurchschnittliche Gymnasium zu besu- Lebenserwartung. So leben Abiturienten stachen und damit das tistisch gesehen drei Jahre länger als Männer Abitur zu erlangen, ohne Hochschulabschluss. als ein Gleichaltriger aus einer ärmeren Familie. Welche weiteren Faktoren sind für die Ungleichheit verantwortlich? Die Wissenschaft bietet mehrere Erklärungsansätze, die ineinander greifen und sich überlappen. Gesundheitsbeeinträchtigende Verhaltensweisen wie Zigarettenrauchen, Alkoholmissbrauch, Fehlernährung und Bewegungsmangel sind bei ärmeren Menschen häufiger festzustellen. Negativ wirken sich auch das Wohnumfeld, körperliche Belastungen im Beruf oder die Ver nachlässigung der Gesundheitsvorsorge aus. Ausschlaggebend sind aber die
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Redensart:
>> Zieh Leine: Die Redensart stammt aus der Binnenschifffahrt und beschreibt den mittlerweile ausgestorbenen Beruf des Treidlers (Schiffsziehers). Schiffe und Kähne wurden bis ins 20. Jahrhundert hinein flussaufwärts gezogen. Die Aufforderung ,,Zieh Leine!" bedeutete für den Treidler, vom Uferweg aus selbst oder mit Hilfe von Pferden und Ochsen das Schiff gegen die Strömung mit einem Seil zu ziehen.
L E BE N SE RWART U N G
Einkommen
Männer 0 - 60 % 60 - 80 % 80 - 100 % 100 - 150 % > 150 % gesamt Frauen 0 - 60 % 60 - 80 % 80 - 100 % 100 - 150 % > 150 % gesamt
Bei Geburt
Ab 65
70,1 73,4 75,2 77,2 80,9 75,3
12,3 14,4 15,6 17,0 19,7 15,7
112,5
Liter
>> Was ist nur aus diesem Land geworden? Die Deutschen haben 2007 deutlich weniger Bier getrunken. Der Pro-Kopf-Verbrauch sank um drei Prozent auf ein neues Rekordtief von 112,5 Litern. Ursache könnte die schlechte Witterung sein. Hinzu kommt die demografische Entwicklung: Den Brauern fehlt der biertrinkende Nachwuchs. Auch die Zukunft sieht düster aus. Die 1248 deutschen Brauereien werden ihre Preise in diesem Jahr deutlich anheben.
76,9 81,9 82,0 84,4 85,3 81,3
16,2 19,8 19,9 21,8 22,5 19,3
,,Lieber reich und gesund als arm und krank." Dieser Spruch bewahrheitet sich in al-
DAS EINKOMMEN hat durchschnittlich gesehen einen erheblichen Einfluss auf die Lebenserwartung. Wie die Tabelle zeigt, werden Männer, die bis zu 60 Prozent des Durchschnittseinkommens verdienen, im Schnitt 70,1 Jahre alt. Männer, die mehr als 150 Prozent des Durchschnittseinkommens erhalten, werden rund 10 Jahre älter. Ein ähnliches Bild ergibt sich bei den Frauen. Datenbasis: Sozio-ökonomisches Panel (SOEP) und Periodensterbetafeln 1995-2005.
Tipp:
Die
>> Raucher haben es nicht leicht: Verbote, Preiserhöhungen und jetzt auch noch Liebesentzug. Die Umfrage einer Partnervermittlung ergab, dass ein Drittel der Deutschen keinen Raucher als Partner will. Besonders Beamte haben Vorbehalte: 37 Prozent von ihnen würden sich nie in jemanden mit Nikotinsucht verlieben. Rauchende Singles sollten sich also fragen, ob sie ihre Attraktivität mit der Aufgabe der Qualmerei erhöhen können.
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W"
Was unterscheidet VIREN - Frage: von BAKTERIEN?
chen aber auch gefährliche Infektionen wie Blasenentzündungen, Salmonellen, Cholera oder Keuchhusten. Viren dagegen sind ungefähr hundert Mal kleiner als Bakterien und können nicht selbstständig existieren. Diese intrazellulären Parasiten, die nur aus einer Hülle und Erbgut bestehen, sind auf so genannte Wirtszellen angewiesen, um sich zu vermehren. Viren docken an Zellen an und verändern mit ihrem genetischen Material den Stoffwechsel der Zelle so, dass diese neue Viren produziert. Gegen eine virale Erkrankung, zum Beispiel Grippe (Influenza), Masern, Herpes, AIDS oder Pocken, wirken Antibiotika wie das Penicillin nicht. Hier helfen eingeschränkt Impfungen bzw. symptomatische Behandlungen der Krankheit.
Lesen bei Dämmerlicht schadet den Augen!
Richtig oder falsch?
Vor dem Zeitalter des elektrischen Lichts glaubte man, dass die Sehschwäche alter Menschen auf das viele Arbeiten und Lesen bei schwachem Kerzenlicht zurückzuführen sei. Aber alte Menschen werden ohnehin weitsichtig. Heutzutage warnt man eher die Kinder, nicht im Dunkeln zu lesen. Zwar müssen sich die Augen mehr anstrengen, aber die Gefahr einer Schädigung ist bei wenigen Stunden nicht gegeben. Eine Fehlsichtigkeit ist zum einen genetisch bedingt, zum anderen besteht tatsächlich ein Zusammenhang zwischen einer starken Beanspruchung der Augen in der Jugend und der Kurzsichtigkeit. Doch dabei spielen der Fernseher und der lichtstarke Computer-Bildschirm eine wesentlich größere Rolle als das Lesen.
Bakterien werden bis zu 0,002 mm groß, sie vermehren sich über Zellteilung und haben einen eigenen Stoffwechsel, über den sie sich selbst ernähren. Bakterien spielen im menschlichen Körper eine große Rolle. Milliarden von ihnen bilden die Darmflora. Auch die Haut eines gesunden Menschen ist von harmlosen Bakterien besiedelt. Einige Bakterienarten verursa-